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  • Von: Marina Fischer
  • Development PL/SQL APEX NextGen
  • 21.03.2018

PL/SQL – Die perfekte Spielwiese für Young Professionals

IT-Nachwuchs auf der Suche nach spannenden Zukunftschancen, Herausforderungen und guten Verdienstmöglichkeiten sollte PL/SQL im Blick behalten. Im Interview mit DOAG Online räumt Carolin Hagemann, Themenverantwortliche bei der DOAG NextGen Community, mit dem Image der Programmiersprache auf und hält viele Tipps für Young Professionals bereit.

Caro, bei der DOAG NextGen Community setzt ihr euch dafür ein, mehr junge Leute für Oracle-Technologien zu begeistern und ihnen eine Plattform zum Netzwerken zu bieten. Wie war das denn bei dir, hättest du dir mehr Unterstützung oder Angebote für junge Leute gewünscht?

Ich selbst habe nicht „Vollzeit“ studiert, sondern eine Ausbildung gemacht. Während dieser Zeit konnte ich viele Stationen durchlaufen und habe auch viele verschiedene Themen von Support-, Integrations- sowie Entwicklungsthemen kennengelernt. Nach meiner Ausbildung habe ich dann nach einem Bereich gesucht, dem ich mich auch längere Zeit widmen kann und bin so zu Oracle APEX gekommen. Aber auch hier wurde meine Ausrichtung durch das Unternehmen und die verfügbaren Stellen bestimmt.

Anders ist es bei den Studenten aus meinem Bekanntenkreis gewesen, die sich während des Studiums noch nicht eingehend mit den beruflichen Möglichkeiten beschäftigt haben. Hier gab es oft fragende Gesichter bezüglich der Tätigkeiten und Unternehmen, die passen könnten – dabei ging es oft um Themen wie: Interessenfelder, Arbeitszeiten, Unternehmensformen etc. Ich denke, hier kann und sollte man die Studenten bei der Entscheidungsfindung auch mehr unterstützen. Genau da setzt das DOAG NextGen-Programm an.

Du selbst bist jetzt in den Bereichen APEX und PL/SQL aktiv und hältst auf der APEX Connect 2018 einen Vortrag. Die APEX Community gilt als vergleichsweise junge Community – die ideale Veranstaltung also für Young Professionals?

Da kann ich nur ganz klar „Ja!“ sagen. Gerade in diesem Jahr haben sich die Development- und die #NextGen-Community sehr viel Mühe gegeben, auch ausreichend Inhalte für Anfänger und junge Menschen bereitzustellen. Neben dem „APEX Beginners‘ Track“ mit den wichtigsten APEX-Grundlagen am ersten Tag erzählen auch einige Teilnehmer der Konferenz etwas über ihr erstes APEX-Projekt. Ich denke, dass gerade dieser Erfahrungsaustausch für Young Professionals sehr wichtig ist, um einen Einstieg in die Technologie, aber auch in die Community zu bekommen.

Was würdest du gerne Firmen mitgeben, die noch zögern, ihre Mitarbeiter zu Konferenzen zu schicken?

Meiner Meinung nach ist der Austausch in der Community sehr wichtig. So erhält man den Bezug zur Technologie und bekommt weiterhin nützliche Tipps und Tricks sowie Informationen zu Neuerungen. Neben der Tatsache, dass man einfach „mal rauskommt“ und neue Ideen entwickeln kann, finde ich es auch gut, sich mit anderen über mögliche Ansätze auszutauschen oder Kontakte zu knüpfen, um auch mal direkte Rückfragen stellen zu können.

Wer noch vor den Teilnahmekosten zurückschreckt, hat diverse Möglichkeiten. Für Studierende und Azubis gibt es auf vielen DOAG-Veranstaltungen das #NextGen-Programm, das ihnen eine kostenfreie Teilnahme ermöglicht. So auch bei der APEX Connect 2018. Reguläre Konferenzteilnehmer haben sogar zwei Möglichkeiten, die Kosten zu senken: Das Ein-Tages-Ticket für die APEX Connect 2018 kostet für DOAG-Mitglieder im Frühbuchertarif zum Beispiel nur 208 Euro. Alternativ lohnt es sich auch, im nächsten Jahr einen Vortrag einzureichen. Die Referenten der Veranstaltung dürfen nämlich kostenfrei teilnehmen ... und neue Referenten und Vorträge können wir immer gebrauchen!

Ein Stream der APEX Connect vertieft auch das Thema PL/SQL. Gerade in diesem Bereich wird zurzeit ebenfalls händeringend nach talentiertem Nachwuchs gesucht. Warum interessieren sich so wenige junge Entwickler für das Thema?

Das Problem von PL/SQL ist meiner Meinung nach, dass es von vielen schlicht und ergreifend als zu unsexy wahrgenommen wird (lacht) – insbesondere, wenn wir uns die Konkurrenz bei den Programmiersprachen einmal angucken. Da haben wir zum Beispiel die Webentwicklung mit Angular, Ionic oder anderen Javascript-Frameworks sowie Java mit den jeweiligen Frameworks. Dazu kommt noch, dass Java viel eingehender an den Hochschulen und Universitäten gelehrt wird. Wenn ich an mein Studium denke, hatte ich beispielsweise nur in einem einzigen Modul mal einen Trigger geschrieben. Das ist im Gegensatz zu den diversen Java-Entwicklungsmodulen verschwindend gering.

Ich vermute, es ist einfach eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Vielleicht der fehlende nachhaltige Unterricht mit der Technologie, dazu auch die große Auswahl an alternativen Technologien oder die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen.

Warum sollte ich mich denn als Young Professional für PL/SQL interessieren?

PL/SQL an sich mag wie vorhin erwähnt vielleicht nicht DIE Programmiersprache sein, aber mit den Möglichkeiten stehen einem viele spannende Themen offen. Das fängt bei Big Data und Data-Warehouses an und hört bei der Entwicklung von Web-Anwendungen auf. Dazu ist die Einstiegshürde meiner Meinung nach nicht so hoch und bietet deshalb eine perfekte Spielwiese und berufliche Ausrichtung für Young Professionals.

Welchen Tipp möchtest du jungen Leuten noch mitgeben?

Hinterfragt immer das, was euch gesagt wird. Holt auch Meinungen von anderen ein und bildet euch eure eigene Meinung!

 

Veranstaltungshinweis
Für die APEX Connect sind noch bis 29. März 2018 Tickets zum attraktiven Frühbucherpreis erhältlich.
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