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  • Von: Martin Meyer
  • Veranstaltung PL/SQL Development APEX
  • 15.05.2019

Das war die APEX connect 2019

Vom 7. bis 9. Mai 2019 fand im Kameha Grand Hotel in Bonn die APEX connect 2019 statt. Die diesjährige Veranstaltung zu den Themen APEX, SQL & PL/SQL und JavaScript bot täglich ein vielseitiges und spannendes Programm. Mit 375 Teilnehmern aus 15 Ländern konnte die fünfte Ausgabe der Veranstaltung einen neuen Besucherzahlen-Rekord aufstellen.

Den Auftakt machte Niels de Bruijn als Vorstand Development mit seiner Begrüßungsansprache im größten Saal Kameha Universal. Er stellte die Highlights des Programms und die Community-Aktivitäten vor. Beliebtes Highlight war am Ende der Eröffnungs-Countdown des Auditoriums mit der traditionellen La-Ola-Welle zum Start der APEX connect 2019.

Gleich im Anschluss betrat Martin Widlake die Bühne und blickte im Rahmen seiner Keynote zum Thema PL/SQL in einer humorvollen Rückschau auf die letzten 25 Jahre seines beruflichen Lebens zurück. Dabei sparte er auch unter Nutzung zahlreicher Fotos und Abbildungen nicht an selbstironischen Anspielungen und gestand als beliebter Entertainer auch seine Vorliebe für gutes Bier. Martin sagte über sich, dass er Code im Vergleich zu den meisten anderen sehr langsam schreibe. Er machte auch deutlich, dass man grundsätzlich lernbereit und für vieles offen sein sollte, da man vieles was einem aktuell vielleicht unwichtig erscheint, später nach Jahren möglicherweise noch einmal gut gebrauchen könne.

Nach einer ersten Pause mit Kaffee, Tee und Snacks im zentralen lichtdurchfluteten Atrium Kameha Dome, der während der APEX connect unter dem Namen Get Connected Park (Ausstellung) firmierte, starteten die ersten Vorträge. Stefan Dobre präsentierte beispielsweise in seiner Session „50 APEX Plugins you should know about“ seine Auswahl der besten, freien und Open-Source APEX-Plugins. Connor McDonald referierte zum Thema „SQL Tuning 101“ und Davide Groppuso und Matthias Nöll starteten die ersten von sechs APEX for Beginner-Sessions des ersten Konferenztages. Dimitri Gielis hatte die erste 3D-Präsentation für APEX auf seiner Agenda und bot seinen Zuhörern eine Einführung zum Thema webbasierter „Virtual Reality (VR) and Augmented Reality (AR) with APEX“. In seinem Vortrag „APEX ist keine Raketenwissenschaft. UX aber auch nicht!“ zeigte Alexej Schneider, wie man oft schon mit einfachen Mitteln für ein besseres Benutzererlebnis in APEX sorgen kann.

In den Mittagsstunden zwischen 12 und 14 Uhr hatten alle Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, sich im zentralen großen Atrium an einem aufgebauten Mittagsbuffet zu stärken und mit Getränken zu erfrischen.

Hier bot sich auch die Gelegenheit, die Stände der anwesenden Aussteller und Sponsoren MT AG und Database Consulting zu besuchen. Außerdem waren hier jeweils täglich wechselnde gemeinnützige Vereine als Aussteller mit ihren Ständen vertreten. Am ersten Tag war an dieser Stelle ein Original-Flüchtlingszelt der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR aufgebaut, an dem man sich über die Aktivitäten der Organisation informieren konnte.

Nach der Mittagspause ging es u.a. weiter mit Vorträgen zu den Themen Holy Grid (Moritz Klein), SQL Magic (Chris Saxon), Git Basics (Carolin Hagemann) und „Datenbank 19c: neue Funktionalitäten und Roadmap“ (Robert Pastijn). Kamil Stawiarski nannte seinen Vortrag “Why do we learn a low level approach? The history of an APEX upgrade that went terribly wrong”. Annika Höppner und Tobias Arnhold stellten zwei APEX-Projekte vor, bei denen nicht technische Skills das Kriterium für Erfolg und Misserfolg sind, sondern die Zusammenarbeit im Projektteam. Heli Helskyaho und Marko Helskyaho berichteten über “Visualizing in-database Machine Learning with APEX”.

Zwischendurch bot sich bei Kaffee, Tee und Snacks nachmittags die Gelegenheit für Networking im zentralen Ausstellungssaal.

Anschließend hieß das Motto „Happy Hour im Get Connected Park“ mit einer großen Auswahl an leckeren Getränken.

Nach den letzten Sessions des Tages trafen sich die anwesenden Speaker in der Brasserie des Kameha Hotels zur Begrüßung und zum Kennenlernen und Wiedersehen.

Beim “General Q&A with Oracle Developers/Product Managers” in der eleganten Pure Gold Bar gab es abends noch die Gelegenheit, Fragen direkt an erfahrene Entwickler und Produktmanager von Oracle zu richten und spannende Antworten aus erster Hand zu erhalten.

Anschließend luden die drei Streamleiter der APEX connect 2019 Kai Donato, Tobias Arnhold und Sabine Heimsath zu Ihrem persönlichen Rückblick „The best of the past“ in die Pure Gold Bar ein und berichten dort über Interessantes und Spannendes aus ihrem Erfahrungsschatz.

Der zweite Konferenztag startete für bewegungsfreudige Early Birds mit einem 5K Fun Run. Vom Hotel aus ging es mit Matthias Nöll los über die Rheinbrücke zum „Freizeitpark Rheinaue“ für eine entspannte Laufrunde.

Zum Auftakt im Kameha Universal präsentierten John Snyders, Anthony Rayner und Carsten Czarski in Ihrer gemeinsamen Keynote ihre persönliche APEX Journey. Hier konnten die Zuhörer Interessantes über den aktuellen Zustand und die zukünftige Ausrichtung von APEX erfahren und darüber, wie sich die persönliche Geschichte von Anthony, John und Carsten auf ihre Arbeit zu Themen wie Barrierefreiheit, JavaScript und REST-Unterstützung in APEX auswirkt.

Außerdem wurden von Tobias Arnhold die Gewinner des APEX Competition 2019 prämiert. Die Aufgabe war, ein APEX-Plugin innerhalb einer kleinen APEX-Applikation zu entwickeln. Platz 1 belegte Bartosz Ostrowski („APEX Enhanced LOV Item“), Platz 2 erreichte Matthias Range („Material Kanban Board“) und auf Platz 3 kam Stefan Dobre („Execute PL/SQL Code“).

Anschließend starteten in den fünf Konferenzräumen die Vorträge und Sessions. Im Kameha Green waren über den ganzen Konferenztag hinweg Beginner Sessions zu den Themen Data Modeling, Database Design Thoughts sowie PL/SQL angesetzt. Durch die Sessions leiteten Heli Helskyaho (Miracle), Toon Koppelaars (Oracle), Jürgen Sieben (ConDes), Chris Saxon (Oracle) und Connor McDonald (Oracle).

Aufgrund einer Vielzahl von Vorträgen hatten die Besucher die Qual der Wahl. Zu Themen wie beispielsweise „APEX Debugging“ (Peter Raganitsch), „Make your APEX App work for all" (Anthony Rayner), „Dokumentengenerierung in APEX“ (Philipp Hartenfeiler & Davide Groppuso), „Klick, Klick test – Automatisierte Test für APEX“ (Kai Donato) oder „How to improve your presentation skills“ (Luiza Nowak) konnten die Speaker Spannendes und Neues berichten. Sven-Uwe Weller überraschte und amüsierte die Zuhörer zudem als stilecht gewandeter Koch mit seiner kleinen APEX-Kochshow.

Zwischendurch gab es zeitlich ausreichend Gelegenheit für ein stärkendes Mittagsbuffet. In der zentralen Ausstellung präsentierte sich heute auch das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef mit einem Informationsstand.

Anschließend standen noch vier Sponsored Sessions von vier unserer Sponsoren (Database Consulting, PITSS, FOEX und APEX R&D) auf dem Programm.

Die nachmittägliche Pause mit Kaffee und Snacks bot auch wieder Zeit zum entspannten Austausch.

“SQL Developer Tips and Tricks” (Kris Rice), “APEX-Actions” (Jürgen Sieben), “Prozessanalyse mit MATCH_RECOGNIZE – Top oder Flop?” (Christian Piasecki, Stephan La Rocca) und “APEX vom Intranet zum Internet (oder From Zero to Hero)“ (Marco Patzwahl) standen neben den Sponsor Pitches & Lightning Talks für diesen Tag anschließend noch auf dem Tagesprogramm.

Zum großen Abendevent begrüßten die vier Kapitäne Sabine Heimsath, Tobias Arnhold, Niels de Bruijn und Kai Donato die Gäste mit einem Kölsch an Bord der MS Loreley zu einer stimmungsvollen Rheinfahrt mit gutem Essen, DJ und entspannter Unterhaltung.

Den dritten Konferenztag eröffnete Dan McGhan (Oracle) mit seiner Keynote und machte anschaulich deutlich, warum er JavaScript als zu erlernende Sprache für unverzichtbar hält.

Bei der morgendlichen Kaffeepause hatten die Besucher auch die Gelegenheit, sich am Stand des Vereins Ein Dollar Brille e.V. über die spendenfinanzierte Initiative zu informieren. Diese verfolgt das Ziel, sehr armen Menschen zu einer Brille und damit zu einem besseren Leben zu verhelfen.

In einer Veranstaltung stellten Niels de Bruijn, Tobias Arnhold, Matthias Nöll, Carolin Hagemann und Rebecca Kiesewetter (NextGen) die Arbeit der DOAG Community vor und ermunterten die Zuhörer, sich ebenfalls innerhalb der einzelnen aktuell sieben Communities zu engagieren.

Zu den anschließenden Vorträgen gehörten Themen wie „MLE – Java, JavaScript, Python or PL/SQL in the Database?“ (Philipp Salvisberg), “Automating daily (APEX) DBA tasks using APEX” (Holger Schweichler), “APEX Bad Practises” (Roel Hartman), “JSON in the Oracle Database: Does it make sense?” (Dr. Beda Christoph Hammerschmidt), „Ein APEX Workflowtool für Citizen Developer“ (Michael Weinberger) oder „Es geht auch einfach ... mit Funktionen in der Datenbank“ (Ulrike Schwinn).

Der dritte Tag der Beginner Sessions war ebenfalls für drei Sessions zum Thema JavaScript reserviert, die von Dan McGhan und Geertjan Wielenga geleitet wurden.

Auch bot sich im Rahmen der 1:1 Sessions Interessenten die Möglichkeit, direkt über eigene Fragen zu den Themen APEX, Javascript oder PL/SQL mit den Keynote-Speakern Carsten Czarski, John Snyders, Anthony Rayner und Dan McGhan zu sprechen.

Jan Winkels lud noch zu zwei World Cafès, in denen die Teilnehmer die Chance hatten, eigene Themen zu platzieren und mit Mitgliedern des APEX-Entwicklerteams zu diskutieren.

Nach einer letzten Pause mit Kaffee und Snacks im Atrium des Kameha Domes (Ausstellung) referierten noch Matt Mulvaney zum Thema „What you need to know about APEX validations“, Till Albert über „Progressive Web Apps mit APEX“ und Tobias Wirtz zum Thema „Kampf den Jugendsünden – ein Plädoyer für Code-Reviews“.

Als letztes Highlight sprach Jonathan Lewis in seiner Keynote “That’s not MY job” darüber, wie man sicherstellen kann, dass Oracle die Daten versteht, die in eine Oracle-basierte Anwendung einfließen.

Eine gute Stimmung, ein breites Spektrum an Vortragsthemen zu APEX, SQL & PL/SQL und JavaScript sowie die beeindruckende Location des Kameha Grand Hotels trugen zur entspannten Atmosphäre der APEX connect 2019 in Bonn bei. Als Leiter der deutschen APEX Community und DOAG Botschafter für Technologie 2018 zog Niels de Bruijn ein sehr positives Fazit und verwies auch auf ein noch größeres Vortragsangebot, noch mehr Teilnehmer als bisher sowie die guten Network-Gelegenheiten während der drei Tage. Er sei auch froh über die diesjährige Präsenz gemeinnütziger Vereine als Aussteller, die den Besuchern auch die Möglichkeit zu guten Gesprächen über Non-IT-Themen böten. Für die kommende APEX connect im nächsten Jahr, deren Veranstaltungsort noch in der Planung ist, äußerte er sich sehr zuversichtlich.