Low-Code trifft KI: Wie Scopeland die digitale Verwaltung neu erfindet

  • Erstellt von Marcos López
  • KI, Business, Development

Low-Code, KI und Verwaltung – passt das zusammen? Thomas Wolf von Scopeland zeigt, wie Fachverfahren mit Künstlicher Intelligenz automatisiert entstehen und welche Rolle Wiederverwendbarkeit dabei spielt.

Digitalisierung vom Gesetz bis zur Anwendung

Thomas Wolf, CEO Scopeland Technology GmbH, bringt es gleich zu Beginn auf den Punkt: “Wir haben auf der Ebene des Gesetzgebers Vorschriften, Richtlinien, Regelungen analysiert. Daraus werden Spezifikationen mittels KI-Unterstützung erstellt.” Ziel ist es, die Kette von der Gesetzgebung über die Spezifikation bis hin zur fertigen Anwendung zu automatisieren – ein Paradigmenwechsel in der öffentlichen Verwaltung.

Im Zentrum steht dabei eine KI-gestützte Vorverarbeitung: “Diese Aufgaben oder Auswertungen werden durch Vorsysteme, durch KI-Assistenten entsprechend vollzogen.” So werden aus Anforderungstexten konkrete Aufgaben und Spezifikationen, die direkt an Rollen und Personen im Organigramm weitergeleitet werden können.
 

KI im Vorprozess: Vom Schwarzschwärzen zum Strukturieren

Ein praxisnahes Beispiel: die Schwärzung personenbezogener Daten in Dokumenten. “Dieses Schwärzen ist natürlich nicht nur auf Text zurückzuführen, sondern auch auf Bilder.” Hier analysiert KI sowohl Inhalte als auch Strukturen, identifiziert sensible Daten und ordnet sie Aufgaben zu. Diese Prozesse lassen sich modular in Fachverfahren integrieren – ein großer Schritt hin zu standardisierten Workflows.

Doch auch für strukturierte Daten hilft KI: “Wenn der Citizen Developer nicht genau weiß, was die dritte Normalform ist, kann er sich entsprechend durch KI in Scopeland behelfen.” So entsteht ein zugänglicher Einstieg in komplexe Modellierungsprozesse – sogar für Laien mit Fachwissen, aber ohne Programmiererfahrung.
 



 Weitere Low-Code Clips
gibt es in unserer
🎥 YouTube-Playlist 🎥
Low-Code
 


 

Plattformdenken, Wiederverwendung und native Kontrolle

Wolf betont die Offenheit und Modularität des Systems: “Wir haben nicht nur die eigentliche Umsetzung von Software mittels Low-Code, sondern auch den kompletten Betrieb mit dabei.” Der Clou: Scopeland generiert nativen Code, der vollständig offen und auditierbar ist – “hundertprozentig einsehbarer Code”, wie Wolf betont.

Zentral sind wiederverwendbare Module: “Alles, was ich einmal erfunden habe [...] sollte ich weitestgehend auch wiederverwenden.” Über einen Marktplatz können fertige Fachverfahren geteilt und übernommen werden. Zudem werden Standards wie FIM, BPMN, XTA oder das XRepository unterstützt, um Interoperabilität und Nachnutzung zu sichern.

 

Ausblick: KI-gesteuerte Behördensoftware mit Verantwortung

Bei aller Automatisierung bleibt ein Punkt entscheidend: die Reproduzierbarkeit von Entscheidungen. “Wenn ich eine KI befrage, sollte sie [...] immer auf den gleichen Entscheidungsweg kommen.” Besonders im Kontext öffentlicher Verwaltung und Rechtssicherheit ist Transparenz entscheidend – ein Anspruch, dem Scopeland mit generiertem, überprüfbarem Code gerecht werden will.

KI kann hier Prozesse ausfüllen, Daten validieren, strukturieren – aber eben auch: erklären. “Das ist ganz wichtig, weil das kann dann extern auch auditiert werden”, so Wolf.

Website | https://scopeland.de/ 
 



 Low-Code Creator
18./19.11.2025 | NCC Ost
☞ DIE LOW-CODE-KONFERENZ ☜
#LowCodeCreator