Low-Code trifft KI: Wie Structr die nächste Softwaregeneration baut

  • Erstellt von Marcos López
  • KI, Business, Development

Was passiert, wenn Low-Code, KI und Graph-Datenbanken aufeinandertreffen? Die Antwort liefert Structr – mit einer Plattform, die komplexe Datenmodelle in smarte Anwendungen verwandelt.

Structr: Das ‘alte Startup’ mit neuer Mission

Structr ist kein gewöhnliches Unternehmen. Bereits seit 2011 arbeiten Axel Morgner und Michael Volpert an einer Plattform, die sich auf komplexe Anwendungsfälle spezialisiert. “Wir sind, wie ich immer gerne sage, ein altes Startup, bewusst klein geblieben, unabhängig mit einer Open-Source-Software”, erklärt Axel Morgner. Im Fokus steht die Kombination aus Low-Code und Graph-Technologie.

Structr nutzt die Graph-Datenbank Neo4j und übersetzt Software-Anwendungen vollständig in eine semantische Struktur. So entsteht eine flexible Plattform, die sich individuell anpassen lässt – unabhängig von Branche oder Anwendungsfall.


KI nach dem Hype: Praktischer Nutzen statt Buzzwords

Structr geht den KI-Weg bewusst später – aber durchdachter. “Bei uns steht der Low-Code-Gedanke absolut im Vordergrund”, betont Axel Morgner. Die KI-Integration erfolgt nicht als Feature, sondern als funktionale Erweiterung.

Michael Volpert ergänzt: “Wir würden das gerne als Architekturmodell für alles, was wir zukünftig bauen und was wir schon gebaut haben, hernehmen.” Die Stärke liegt in der Verknüpfung natürlicher Sprache mit Low-Code-Funktionalitäten. Dadurch entsteht ein neues Nutzungserlebnis – intuitiv und leistungsfähig.

Ein Beispiel ist der Content-Hub für die Deutsche Zentrale für Tourismus: „Wir haben Bestandsdokumente überführt, die unstrukturiert vorlagen […] und haben sie strukturiert in dem Knowledge Graph abgelegt", so Volpert. Über ein Chat-Interface können Nutzer auf alle Inhalte zugreifen – ganz ohne Fachwissen.
 



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Live-Demo: So baut KI mit Structr eine Anwendung

In der Websession zeigt Axel Morgner live, wie Claude – das LLM von Anthropic – per Spracheingabe ein vollständiges Datenschema auf Structr erzeugt. “Das läuft im Hintergrund alles über unsere MCP-Schnittstelle […] und Claude weiß, wie es Structr bedienen muss.”

Was sonst manuell modelliert werden müsste, geschieht nun in Sekunden: Projekte, Tasks, Benutzer – alles wird automatisch erzeugt und verknüpft. Frontend-Komponenten lassen sich ebenso einfach generieren. “Im Grunde genommen hat Cloud über die Schnittstellen die Arbeit von mir als Entwickler sehr stark vereinfacht”, sagt Morgner.

Diese neue Art der Entwicklung bringt digitale Souveränität in greifbare Nähe. “Systeme müssen zukünftig sehr offen sein, um in der LLM-Welt Bestand haben zu können”, betont Michael Volpert. Structr macht genau das möglich – Open Source, transparent und KI-kompatibel.

Website | https:/structr.com/de/