Low-Code-Plattformen gewinnen immer mehr an Bedeutung, da sie es ermöglichen, Anwendungen schnell und mit minimalem Programmieraufwand zu entwickeln. Unternehmen setzen sie ein, um Prozesse effizienter zu gestalten und ihre digitale Transformation voranzutreiben. Dabei bieten die verschiedenen Plattformen unterschiedliche Stärken und sind für unterschiedliche Anforderungen ausgelegt. In unserem zweiteiligen Artikel stellen wir zehn aktuelle Low-Code-Plattformen vor und zeigen ihre Vorzüge sowie Herausforderungen auf.
*** Teil 1 des Artikels “Die Top 10 der Low-Code-Plattformen”
erschien am 24.03.2024 und ist hier aufrufbar. ***
6. Zoho Creator – die flexible Lösung für KMUs
Zoho Creator richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen, die maßgeschneiderte Anwendungen entwickeln möchten. Die Plattform ist benutzerfreundlich, kosteneffizient und bietet eine Vielzahl von Integrationen mit Zoho-Produkten sowie Drittanbieter-Diensten. Allerdings sind die Funktionen für sehr komplexe Anwendungen begrenzt und bei einer starken Skalierung kann es zu Einschränkungen kommen.
Stärken:
✅ Benutzerfreundlich mit Drag-and-Drop-Oberfläche
✅ Kosteneffizient für KMUs
✅ Gute Integration mit Zoho-Produkten
Schwächen:
❌ Begrenzte Funktionen für sehr komplexe Anwendungen
❌ Skalierbarkeit für Großunternehmen eingeschränkt
Einschätzung: Zoho Creator ist eine ideale Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen, die maßgeschneiderte Apps ohne hohe Kosten entwickeln möchten.
7. Quick Base – einfache Entwicklung für Business-Apps
Quick Base ist eine intuitive Low-Code-Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, Geschäftsanwendungen ohne tiefgehende Programmierkenntnisse zu entwickeln. Sie bietet eine hohe Flexibilität und lässt sich gut mit verschiedenen Datenquellen und Unternehmensprozessen integrieren. Dennoch stößt die Plattform bei hochkomplexen Anwendungen an ihre Grenzen und die Kosten variieren je nach Nutzung.
Stärken:
✅ Flexibel und intuitiv
✅ Gute Integrationsmöglichkeiten
✅ Fördert Citizen Development
Schwächen:
❌ Begrenzte Möglichkeiten für hochkomplexe Anwendungen
❌ Kosten können je nach Nutzung steigen
Einschätzung: Quick Base ist perfekt für Unternehmen, die schnelle Lösungen für Prozessoptimierung suchen.
8. Pega – KI-gestützte Automatisierung
Pega ist eine der fortschrittlichsten Low-Code-Plattformen für Unternehmen mit einem Fokus auf KI-gestützte Workflows und Prozessautomatisierung. Sie eignet sich besonders für Unternehmen mit komplexen Geschäftsprozessen, die von intelligenten Automatisierungen profitieren. Die Einarbeitung in Pega kann jedoch zeitaufwendig sein und die Lizenzkosten sind relativ hoch.
Stärken:
✅ Starke Prozessautomatisierung
✅ KI-gestützte Workflows
✅ Geeignet für komplexe Unternehmensanforderungen
Schwächen:
❌ Einarbeitung erfordert Zeit
❌ Hohe Kosten für große Implementierungen
Einschätzung: Pega ist ideal für Unternehmen, die Automatisierung mit KI und Business Intelligence kombinieren möchten.
➡️ pega.com/de
9. Betty Blocks – No-Code-Ansatz für Fachabteilungen
Betty Blocks verfolgt einen innovativen No-Code-Ansatz und richtet sich insbesondere an Fachabteilungen, die ohne Programmierkenntnisse eigene Anwendungen erstellen möchten. Die Plattform überzeugt durch ihre Benutzerfreundlichkeit und API-Integrationen. Allerdings ist sie weniger leistungsfähig als OutSystems oder Mendix und die Skalierbarkeit ist begrenzt.
Stärken:
✅ Benutzerfreundliche No-Code-Ansätze
✅ Gute API-Integrationen
✅ Flexible App-Entwicklung für Fachabteilungen
Schwächen:
❌ Weniger leistungsfähig als OutSystems oder Mendix
❌ Begrenzte Skalierbarkeit
Einschätzung: Betty Blocks ist eine gute Wahl für Unternehmen, die einfache Anwendungen ohne Programmierkenntnisse erstellen möchten.
10. Google AppSheet – Google-optimierte Low-Code-Entwicklung
Google AppSheet ermöglicht die schnelle Entwicklung von Anwendungen, ohne dass Programmierkenntnisse erforderlich sind. Die Plattform integriert sich nahtlos mit Google Workspace und eignet sich hervorragend für kleine Business-Anwendungen. Allerdings sind die Anpassungsmöglichkeiten begrenzt, sodass sie für komplexe Unternehmensanwendungen weniger geeignet ist.
Stärken:
✅ Keine Programmierkenntnisse erforderlich
✅ Starke Integration mit Google Workspace
✅ Ideal für kleine Business-Anwendungen
Schwächen:
❌ Eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten
❌ Nicht für hochkomplexe Unternehmensanwendungen geeignet
Einschätzung: Google AppSheet eignet sich hervorragend für kleine Unternehmen oder Teams, die schnelle Lösungen ohne Entwicklungsaufwand benötigen.
Fazit: Low-Code-Plattformen bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten und haben sich zu einer unverzichtbaren Technologie für Unternehmen jeder Größe entwickelt, die ihre digitale Transformation vorantreiben möchten. Während sich OutSystems und Mendix für große und leistungsstarke Enterprise-Lösungen eignen, sind z.B. die Low-Code-Plattformen Microsoft Power Apps und Zoho Creator ideal für kleinere Unternehmen. Google AppSheet und Betty Blocks richten sich eher an Einsteiger, während Appian und Pega mit Prozessautomatisierung und KI punkten. Die Wahl der richtigen Plattform hängt stark von den spezifischen Anforderungen des Unternehmens ab – und vom Budget. Wer eine schnelle, effiziente und skalierbare Lösung sucht, findet in den hier vorgestellten Plattformen eine gute Auswahl an leistungsstarken Low-Code-Tools.
Hinweis: In Zusammenarbeit mit der Low-Code Association e.V. bereitet die DOAG eine gemeinsame Low-Code-Veranstaltung vor, die im November 2025 stattfinden wird. Ihr Name: Low-Code Creator (wir berichteten). Die auf zwei Tage angesetzte Veranstaltung, die sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich angesiedelt ist, wird sich der Kernidee von Low-Code widmen – nämlich den Softwareentwicklungsprozess zu vereinfachen, die Einstiegshürden zu senken und Innovationen zu beschleunigen, indem nicht-technische Benutzer stärker als bisher eingebunden werden. Denn die visuelle Natur der Low-Code-Plattformen ermöglicht eine wesentlich einfachere Softwaregestaltung, die sowohl Entwicklern und Herstellern als auch Business-Anwendern zugutekommt.
Veranstaltungshinweis: Vom 13. bis 15. Mai findet im Europa-Park in Rust (Baden-Württemberg) die APEX connect 2025 statt, die Konferenz zur Low-Code-Plattform von Oracle. Für die APEX connect 2025 sind noch bis einschließlich 1. April 2025 Karten zum Early-Bird-Preis im APEX connect Shop zu ergattern. In unterschiedlichen Ticket-Varianten kann man so bis zu 360 EUR sparen. Zusätzlich zum Early-Bird-Rabatt bekommen DOAG-Mitglieder nochmals 15 % Preisnachlass.
Für die am zweiten Tag der APEX-Konferenz ebenfalls im Europa-Park startende und parallel stattfindende DOAG 2025 Datenbank mit Cloud Infrastructure kann man mit wenig Geld im Shop ein entsprechendes Upgrade buchen, das den Besuch sämtlicher Sessions von APEX connect 2025 und DOAG 2025 Datenbank mit Cloud Infrastructure ermöglicht.


